Antrag

Die Stadtverordneten mögen den Magistrat beauftragen, mit Herrn Guiseppe Stricagnolo, Solarzentrum Werra-Meißner, oder/und einem anderen kompetenten Anbieter, Kontakt auf zu nehmen für Ortsbesichtigung, Planeinsicht und nachfolgendes Angebot für möglichst viele Photovoltaik-Module auf dem Gelände des Klärwerks.

Begründung

Auf dem Gelände des Klärwerks ist genügend Platz für viele m2 Photovoltaik. Wird der Strom selbst verbraucht, rechnet sich eine solche Anlage (d.h. sie finanziert sich selbst innerhalb weniger Jahre, wirft Gewinn ab, könnte die Bürger entlasten und
dient dem Klimaschutz). Auf der konstituierenden Stadtverordnetensitzung wurden alle informiert, dass die Stadt einen (günstigen?) Stromliefervertrag mit dem E-Werk beschlossen hat. Von den Kosten war keine Rede!

Anfrage „Erneuerbare Energien“

  1. Wie viele Dach-Photovoltaik-Anlagen gibt es in Wanfried? In Prozent?
  2. Wie viele Freiflächen-Anlagen gibt es im Bereich der Gemeinde?
  3. Wie steht der Magistrat zum Ausbau der Sonnenenergie?
  4. Könnten nicht Informationsabende oder -schriften die Notwendigkeit von mehr erneuerbarer Energie fördern und wie sie sich „rechnet“ und der Umwelt dient?
  5. Wurde schon früher über eine Photovoltaikanlage auf dem Gelände des Klärwerks nachgedacht? Mit welchem Ergebnis? Wenn nein, warum nicht jetzt?
  6. Was kostet das Aufheizen des Schwimmbadwassers mit Gas?
  7. Ist über die Erweiterung der Solarthermie-Anlage auf dem Dach nachgedacht worden oder über Wärme-Sammler an der Schräge links vom Schwimmbad?

Begründung

Das Bundesverfassungsgericht hat am 24.3.21 entschieden (veröffentlicht am 29.4.21), dass der Bund zu wenig für die zukünftigen Generationen tut und wesentlich mehr für den Klimaschutz tun muss. Da wir alle Bundesbürger sind, sind auch wir in der Pflicht! Dies um so mehr, als die Folgen von nur 1,2° Erhöhung überall sichtbar sind (mehr und heftigere Stürme, Dürren, Starkregen, Krankheiten auf dem Vormarsch, Überflutungen, Klimaflüchtlinge,...). Der Meeresspiegel steigt schneller als berechnet mit der Gefahr von Überflutungen von Land und Stadt weltweit. Das Meerwasser wird wärmer und saurer mit der Gefahr für alles Leben in den Meeren. Die Fischerei könnte einbrechen (Stichwort Überfischung). Um den menschgemachten Temperaturanstieg zu begrenzen, müssen wir möglichst bald den CO2-Ausstoß minimieren. Wir ersetzen endliche Energieträger wie Kohle, Gas und Öl durch Sonnenenergie. Einen wesentlichen Schritt weiter wären wir, wenn auf jedem sonnenbeschienenen Dach und jeder sonnenbeschienenen Wand Photovoltaik-Module wären und wir den Strom selbst nutzten. Das Klärwerk ist ein Stromfresser. Einen Teil durch Photovoltaik zu ersetzen, dient nicht nur der Kostenreduktion, sondern auch dem Klima. Auch das Schwimmbad könnte seinen Beitrag leisten!

Anfrage und Auftrag

Welche Pläne hat der Magistrat, das Raumangebot des Kindergartens Wanfried zu erweitern? Wäre es nicht an der Zeit, die jetzigen Pläne zu veröffentlichen (Transparenz) und einen Ausschuss ins Leben zu rufen, der die Problematik neu durchdenkt?

Begründung

Bei der konstituierenden Stadtverordnetenversammlung wurden alle Anwesenden von unserem Herrn Bürgermeister informiert, dass der Umbau der Grundschule in einen Kindergarten in der geplanten Weise gescheitert ist, weil Wanfried nicht den Zuschlag für eine 90%-ige Förderung erhielt. Beim Umdenken sollten die neu gewählten Stadtverordneten beteiligt werden, denn sie tragen jetzt die Verantwortung. Alle Möglichkeiten sollten überdacht werden. Ein Ausschuss, erweitert mit Bürgern, sollte sich mit der Thematik befassen.

Anfrage an den Magistrat

10% Rabatt auf überzeichnete Bauplätze. Können und sollen wir uns Rabatte auf Bauplätze leisten? Welche Auflagen werden gemacht (z.B. Bau einer Zisterne, Photovoltaik auf dem Dach, Dämmstandard,...)? Wie steht es wirklich mit unserem Haushalt? Wie hoch sind die Schulden, wie hoch die Rücklagen?

Begründung

In der Werra-Rundschau vom 4.5.21, Seite 5, war zu lesen, dass in Wanfried kaum noch Bauplätze frei sind. Wir leben in einem marktwirtschaftlichen System, in dem Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Verwundert reibt sich deshalb der Bürger die Augen, weil trotz einer Überzeichnung der Bauplätze auch noch 10% Rabatt gegeben wird. Über Auflagen, die die Zukunftsfähigkeit der geplanten Gebäude betreffen, erfährt der Leser gar nichts! Zur gleichen Zeit erfuhren wir in Ortsbeiratssitzungen, dass für Grundsanierungen von Straßen kein Geld da sei. Löcher könnten nur geflickt werden.

Anfrage an den Magistrat

Wie weit sind die Bemühungen um eine Verkehrsberuhigung der zentralen Straßen der Kernstadt gediehen? War nicht ein Ingenieursbüro beauftragt worden? Was wird empfohlen? Wäre das nicht auch Stoff für eine Bürgerversammlung?

Begründung

Durch die Sperrung der Durchfahrt von Niederdünzebach hat sich das Verkehrsaufkommen auf der Marktstraße erheblich ausgeweitet. Viele Pendler haben es eilig. Sie müssen jetzt z.T. weitere Strecken zurücklegen. Oft wird die Geschwindigkeitsbegrenzung (30km/h) nicht eingehalten oder es wird schon lange vor Ende der Zone mächtig beschleunigt. Der „Umweg“ zur Bundesstraße wird zu selten genutzt.